Waldbrand bei Diesenbach
- Einsatzart: Brandeinsatz
- Einsatzstichwort: B4
- Alarmierungszeit: 28. Juni 2026 - 16:37 Uhr
Eingesetzte Kräfte
- Organisationen:
FF Wenzenbach
+ zahlreiche weitere Kräfte aus der Umgebung
Landkreisführungskräfte
Rettungsdienst
Polizei - Einsatzfahrzeuge:
MZF
TLF3000
GW-L1
Diesenbach, Hochstraße
Einsatzbericht
Im Zuge der Alarmstufenerhöhung wurden wir zu einem größeren Waldbrand nach Diesenbach gerufen.
Ein landwirtschaftliches Fahrzeug war auf einem Stoppelfeld in Brand geraten. Das Feuer breitete sich auf das nahegelegene Waldstück auf eine lt. Medienberichten etwa 12 Hektar große Fläche aus.
Dadurch ergab sich ein erheblicher Bedarf an Löschwasser, das durch teils unwegsames Gelände möglichst nah zu den verschiedenen Brandabschnitten transportiert werden musste. Dort wurde es in großen Faltbehältern gepuffert und anschließend zur Brandbekämpfung eingesetzt.
Die Feuerwehr Wenzenbach ist für diese Aufgabe gut gerüstet und war mit drei Fahrzeugen bis spät abends durchgehend gefordert.
Unser Mehrzweckfahrzeug war im Bereich der Abschnittsführung „Brandbekämpfung” und „Löschwasserversorgung Lange Schlauchstrecke” eingesetzt. Durch die umfangreiche Funk- und EDV-Technik können wir im Bereich der Einsatzorganisation gut unterstützen.
Das Tanklöschfahrzeug mit einem 3500 l fassenden Löschwassertank wurde hauptsächlich im Pendelverkehr zum Befüllen der Faltbehälter eingesetzt. Dabei pendelt das Fahrzeug zwischen einer Wasserentnahmestelle und dem Faltbehälter hin und her. Durch den Einsatz mehrerer solcher Tanklöschfahrzeuge kann eine stabile Wasserversorgung sichergestellt werden.
Auch die mitgeführte Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung in Form von speziellen Schläuchen und Armaturen kam zum Einsatz. Ferner wurden durch sog. "Pump&Roll" (Wasserabgabe im Fahrbetrieb) zahlreiche verstreute Glutnester auf dem bereits abgebrannten Stoppelfeld und der Waldgrenze abgelöscht.
Wir beluden unseren Gerätewagen Logistik mit zwei Rollcontainern, die bereits fertig verkuppelte Schläuche enthalten. So konnte in relativ kurzer Zeit eine sogenannte „lange Schlauchstrecke” von 600 m Länge von einem nahegelegenen Gewässer zur Einsatzstelle verlegt werden. Zusätzlich führten wir einen Rollcontainer mit einer tragbaren Pumpe mit, die zur Wasserförderung eingesetzt wurde. Die Mannschaft des Gerätewagens unterstützte später auch direkt bei der Brandbekämpfung.
Im Verlauf des Einsatzes ergab sich die Notwendigkeit, weitere Ausrüstung zur Einsatzstelle zu bringen. Unsere „Waldbrandbox“, die mit zusätzlicher Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung gefüllt ist, wurde durch das UTV der Hauzensteiner Kameraden zur Einsatzstelle gebracht.
Insgesamt waren zahlreiche Einheiten der Feuerwehren aus der Umgebung, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes beteiligt. Ebenso waren etliche Landwirte mit Güllefässern und Tanklastern vor Ort. Sogar ein Polizeihubschrauber in Zusammenarbeit mit den Luftbeobachtern aus dem Landkreis Cham unterstützte die Löscharbeiten aus der Luft.
Wir rückten gegen 22:30 Uhr ab. Die örtlich zuständigen Kräfte aus Diesenbach und Regenstauf waren am nächsten Tag mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Auf unserer Internetseite berichten wir ausführlich (also auch mit Bildmaterial) über unser Einsatzgeschehen. Bilder werden erst gemacht, wenn das Einsatzgeschehen dies zulässt ! Es werden keine Bilder von Verletzten oder Toten gemacht oder hier veröffentlicht!
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